• Der Bus steht bereit, in gute 6 Stinden geht’s von Mendoza über die Anden nach Santiago de Chile

      
    Der lange Tunnel bildet die Grenze der beiden Andennachbarn. Im Winter gibt’s da bis zu 30 Minus. Da wirds dann interessant beim Überqueren.

      
    Immerhin die Grenzformalitäten, die ziemlich unbürokratisch erfolgen, Stempel in Pass, Gepäck röntgen, ob wir eh kein Frischfleisch oder Weintrauben mithaben, alles in 15 Minuten erledigt.

     
    Und schon ist die Grenze nach Chile überquert.

      Gleich nach der Grenze – Portillio – Weltcup Schiort und ÖSV Sommertrainingscamp für die Ungeduldigen und Schireporter, die enttäuscht feststellen, daß der Marcel gar nicht dabei ist…. 

     Jetzt geht’s wieder fast 3.000m runter und das ziemlich flott. Auch für die Zugfahrer muss das spektakulär gewesen sein, Hochschaubahn fahren ziemlich lächerlich dagegen.

      
    Und wir werfen uns in die Kurven talwärts 

      
    Blick zurück auf den Berg, und nach Vorne ins Tal…

      
    Ob Doppeldeckerfernbus, Sattelschlepper oder Biker. Alle einfach drüber…. 

      Das enge Tal ist das Ende der Kurvenstrecke. 
     Und bald tauchen die ersten Olivenhaine auf.
      
    Das Ziel ist erreicht: der Terminal Central in Santiago mit geschätzten 100 Abfahrstationen in den Lateinamerikanischen Kosmos.

      
    Unterschied zwischen Chile undcArgentinen fällt sofort auf: vor dem Bankomaten würden sofort 30 Argentinier stehen und Geld abheben wollen, nur weiß keiner, ob er noch Geld hat oder eine ausländische Karte nimmt…. 

     und Santiago steht nicht für klein….

      

  • Die Tore zur Stadt Mendoza sind schon offen, obwohl der 8. Dezember hier als Feiertag ernst genommen wird, vor allem weil er für alle ein langes Wochende bedeutet und somit die Mendocinos aufs Land flüchten und nicht shoppen. 

     
    Eigentlich eine Wüstenstadt. Aber man hat durch die Stadt Wasserkanäle gezogen….

      
    Da bleibt es schön grün und schattig. 

     Nachdem die Nachbarschaft sich mit ihren Vulkanen ziemlich bemerkbar macht, hat ein Erdbeben Alt Mendoza vernichtet und es durfte von vorne mit dem Aufbau begonnen werden. Keine hohen Häuser mehr… 

    Und ziemlich viele Bäume, damit es schattig und kühl bleibt.

      
    Und zwischen den Straßenknotenpunkte wurden Paeks errichtet. Wie die Plaza San Martin

      
    Oder die Plaza Espagna, samt Lesegarten

      
    Errichtet ob der Freundschaft zu Spanien .Englischen Park wird man eher nicht finden, dafür ist das Fußballstadion nach “ Malvinas Argentinas“ benannt. Das Bild zeigt die ersten Spanier mit österr. Pass

      
    Plaza Italia, gewidmet den Zuwanderern aus Italien. 

      
    Deren Einfluss in Mendoza deutlich im Stadtbild erkenntlich ist.

       
    Auch die Produkte sind wichtiger Bestandteil der hiesigen Kultur

      
    Der Hass auf die Habsburger dürfte so groß gewesen sein, daß Italiener für die alte Heimat kämpften und fielen 

      
    Und der größte Platz natürlich, der Platz der Unabhängigkeit.

      
    Leider kein Springbrunnen im Betrieb, wahrscheinlich ist man da abhängig vom Personal und weil Feiertag ist…. 

     

     

  • Heute gibt’s die Königsetappe, es geht wieder über 3.500m rauf, diesmal die Anden in der Nähe von Mendoza an der Grenze zur Chile. 

      
    Der Rio Mendoza im Morgenlicht…

      
    Sein Tal ist ein alter Verkehrsweg der Menschen durch und über die Anden. Inkas, Span. Eroberer, Unabhängikeitsarmee, Eisenbahnpioniere und jetzt Touristen und Fernfahrer folgen Rtg Andengipfeln diesem Weg.

        
    Hier handelt es sich um eine Stadtmauer, sondern diese wurde vom Gletscher geschaffen

      
    Und schön abgeschliffen und dient jetzt als Abgrenzung 

     
    Das Eisenbahnprojet wirkt bei diesen Bergriesen irgendwie klein. Jetzt gibt’s hier nix mehr.nur mehr die Überreste der Pioniere der Eisenbahn.

    Heute führt der Highway von Mendoza in Chiles Hauptstadt.  

     Eingezwängt von einer Reihe 5.000er…..

      
    Für farbliche Abwechslung sorgt die Inka Brücke. Einfach durch das mineralhältige Wasser. Die Brücke wurde nicht von den Inkas gebaut, die wurde bei Gestaltung des Tals mitgeliefert. Gebaut wurde ein Hotel hier, um die warmen Quellen zu nützen

     
    Eine Lawine hat diese Träume beendet und das Hotel zerstört

      
    Dafür gibt’s jetzt einen Inka Markt. Der Argentinier an sich kauft gern Souvenir.

      
    Dann ist es soweit: wir dürfen einen Blick auf den höchsten Berg Amerikas werfen, den Aconcagua, fast 7.000m hoch.

      
    Weiter unten war auch der Friedhof für die, die meinen unbedingt da rauf zu müssen.

      
    Wir sind noch nicht am Ziel angelangt, noch ein paar Höhenmeter auf 3.500 fehlen uns noch, durch dieses weite Tal noch.

      
    Dan ist der letzte Außenposten Argentiniens erreicht…

      
    ..die letzte Siedlung auf 3.500m Höhe….

     

     
    Und wenn man durch dieses Tor geht, ist man bald  in Chile, aber dafür haben wir noch Zeit, immerhin wartet Mendoza noch auf uns…

      Natürlich mit Bus und nicht nach alter Gaucho Tradition.

      Auch da hat man so seine Probleme mit dem Gepäck…….

        

  • Mittlerweile befinde ich mich in Mendoza, wo die Anden in der Nachbarschaft für ein anständiges Panorama sorgen.

      
    Eigentlich zieht die meisten Leute hier her wegen Wein, die Weinbaugegend Argentiniens. Aber lassen wir Wein links liegen und die Anden kommen im nächsten Kapitel vor. 

      
    Unsere Aufmerksamkeit gilt dem Rio Atuel und seinem Canyon, der bei uns total unbekannt ist, aber hier als Grand Canyon gilt. Wir fangen am Ende an, dort ist er sehr zahm und dient als Familienraftingziel.

      
    Der Atuel wird mehrmals aufgestaut und dient als Energiequelle für Mendoza und Umgebung. ZT sind seine Canyons voll, aber ich leer und man kurvt mit den Fahrzeugen durch millionenalte Vulkanschlake und Gestein.

      
    Natürlich dient dieses Naturwunder auch als Freizeiteinrichtung, und der Argentinier ist ein Mutiger, wie man sieht.

      
    Mit dem Schiff geht’s weiter durch die Klamm..

      
    …wo der Condor in der Luft schwebt…

      
    Aber man geht das Lange Wochenende bis zum 8.12. auch sehr entspannt an.

       
    Der Stausee von oben, ein schöner Überblick über die Falte, die man der Kontinentaldrift verdankt.

      

     
    Jetzt geht’s runter auf den Grund des Canyons, der sich über 60km streckt.

      
    Manchmal leichte Erinnerung an Arizona…

      
    Das vulkanische Gestein, das hier von tief weit unten rausgespielt wurde. Da dürfte es ziemlich gekracht und getuscht haben vor längerer Zeit.

      
    Auch der mittlerweile kleine Atuel erscheint immer wieder..

      
    „Die Jesuiten“ schon da, obwohl eigentlich noch lang nicht gegründet 

      
    Und diverse Gesteinsformationen sorgen für farbliche Abwechslung…. 

     
    „The Hound’s Home“, heißt seit gestern so

      
    Und nach über 2 Stunden Fahrt kündigt sich das Ende des Canyons an.

      
    Der Bus schraubt sich dann vom Boden auf die Oberfläche….. 

     
    Und oben erwartet uns ein über 10.000km2 Stausee, dahinter zu sehen ein über 6.000m hoher erloschener Vulkan

      
    Der ist Teil einer Vulkanlandschaft, die über 800 Vulkane in dieser Gegend zählt, also eine wackelige Geschichte da.

      
    Der Artikel wär ja gestern erschienen, wenn nicht ein paar Herrschaften beschlossen hätten, ein Maria-Verkündigungs-Feuer am Highway zu entzünden und diesen zu blockieren. Als Protest gegen die Wasserversorgung….

      

  • Heute geht’s in das Dreieck der Jesuiten bei Cordoba. Um ihre Uni zu unterhalten, haben die Jesuiten

    da ziemliche viele Filialen ihres Geschäftsmodells errichtet. Der Naz, so nennen ihn die Spanier wirklich,

    weist uns den Weg. Nix mit Jesus, die sagen Nazarehner zu ihm….

      
    Das alles ist auch Teil eines großen Plans, nämlich des Camino Real. Sprich der King’s Highway. Alle 20km findet man bis zur Grenze nach Peru jesuitische Einkehr- und Labestellen, um Pferde zu wechseln. Der Jesuit an sich als geselliger Herbergsvater, man mag es nicht wirklich glauben.

      
    1616 gründeten die Jesusfans die erste Estancia, sprich Plantage. Wer jetzt sich da fest schuftende Klerikale mit 6 Packs beim Mauern und Ziegel schleppen vorstellt, der irrt. Dafür gab es ganz einfach den Berufsstand der Sklaven aus Afrika. Weil die im Gegensatz zu den lokalen Indios keine Seele hatten, qualifizierten sie sich dafür. Man meint ja oft, der österr. Beamte im Innenministerium muss in dieser Zeit auch schon existiert haben, ob solcher Definitionen.

      
    Nachdem die Seelenlosen mit dem Bau fertig waren, dürften endlich die Einheimischen 6 Tage tätig werden und bekamen Sachen von den Jesuiten gelernt, um sich hier landwirtschaftlich wichtig zu machen. Für jede Tätigkeit hatten sie einen Bruder dabei, quasi einen Spezialisten.Aber auch die Indios sollten nicht leer ausgehen dabei: Gschichten vom Naz und seiner ganzen Crew bekamen sie zu hören und auch Spanisch durften sie lernen. Damit sich auch der König über neue Untertanen freut. 

      
    Das Problem war nur: in der Kirche haben Sie nix verstanden, weil da wurde auf Lateinisch unterhalten.

    Aber auf Spanischen hallten die Befehle durch den malerischen Innenhof.

      
    Nachdem die Idee ziemlich erfolgreich war, hatten man von den Habsburgern und Jesuiten genug. Die Jesuiten wurden aus Südamerika vertrieben. Aber um 1860 zogen die Friauler ein. Wirtschaftsflüchtlinge aus dem Habsburger Reich. Schlugen hier ihre ersten Zelte auf, und gründeten später den Ort Caroya.

      Ganz wichtig in der Neuen Welt natürlich auch der Wein. Ohne Wein ist er nicht glücklich der Jesuit und muss sich noch mehr Schmerz zufügen beim Selbstgeißeln. Darum die nächste Gründung war ein Weinbetrieb, eine im wahrsten Sinne des Wortes Weinhauerei. Standort: Jessasmaria.

      
    Hier hat man 2Stöckig bauen lassen, damit man Platz für den Wein hat. Wahrscheinlich mußte man auch den Buschenschank unterbringen. Möcht nicht wissen, wieviele Brüder da die Treppen raufgewackelt sind, unter dem Motto“Wer noch gehen kann, Stütze den Anderen“. 

      
    Im abgelegenen Wald entstand die nächste Plantage, Santa Catalina. Quasi die Großbauern.  

     
    Wie man sieht, bekam die Naz Verehrung immer mehr Bedeutung, da die Kirchen immer mächtiger wurden oder die Seelenloser wurde immer geschickter. Jedenfalls war hier die Rinderzucht ein großes Thema. 

      
    Jedenfalls war das keine schlechte Entscheidung. Die Zubereitung der diversen Produkte vom Rind hat sich bis heute Kultstatus oder in welchem Land gibt es sonst solche Griller für die Steaks….

      

  • Außerhalb von Córdoba hat sich die Familie Dela Serna niedergelassen.  

     
    Adelige, Neureiche sind sie, hergezogen,  weil der Bub dauernd Asthma hat und das Klima da heiß und trocken ist.

      
    Gut, daß es die Haushälterin gibt, die sich um die 3 Kinder kümmert, Mama und Papa stehen erst gegen Abend auf, die Nächte im Hotel, wo mit anderen Reichen gefeiert wird, dauern zu lang. 


    Unser Ernstl genießt seine Kindheit, obwohl er mitbekommt, daß es 2 Klassen gibt in Argentinien. 

     
    Der Ernst reist gern, zu erst mit Rad

      
    Und dann als „Wilder mit seiner Maschine“ durch Südamerika, die ihm zeigte wie arm die Leute auf diesem reichen Kontinent gehalten werden. 

      
    Es folgte die Zeit als Revolucionario.

      
    Und auch eine glückliche Zeit mit seiner Familie in Kuba.

     

    Bis alles tragisch in Bolivien endete. Verkauft und verraten an die CIA. Hier die letzten Tagebuchseiten in einem deutschen Kalenderbuch.

      Aber der Fidel und der Chávez wären da gewesen ihn zu besuchen  

     Hätte er ihnen sicher was zu sagen gehabt so unter Genossen.

      In Argentinien wird er aber nicht wirklich verehrt, da hat er zu viel für Cuba gemacht. Also kein großer Sohn da…

      Obwohl wir wissen, er den gleichen hohen Preis für seine Überzeugung zahlen mußte wie die vielen „verschwundeneb“ Genossen der Junta Zeit.

      Aber lassen wir Che das letzte Wort: 
      
     

  • Cordoba kennt jeder Österreicher als Begriff, aber kaum einer die Stadt.

    Bei ihrer Gründung war sie eigentlich Hispanaustroakisch, ob einer Mehrbelastung des Kaisers, weil

    der mit daheim nicht ausgelastet war.

     
     Wie in jeder spanischen Kolonialstadt im Zentrum: der große Platz.

      
    Auch immer mit dabei: das Gebäude der Stadtverwaltung

      

    Die große Kirche, um die Menschen klein zu halten und einzuschüchtern..   

      Nicht fehlen dabei, wenn kirchliche Macht gezeigt wird, dürfen die selbsternannten Soldaten von Jesus. Ihre Kaserne besteht aus Teilen der ersten Niederlassung, sprich Holz und Steine wurden recycelt.

      Die Jesuiten prägen überhaupt das Stadtbild, die Kirche ist ein Teil des Stadteils. Nebenan liegt gleich die erste Uni des Landes. Mittlerweile staatlich.
      
    Neben der Uni ist auch gleich das Gymnasium, die Bildungsdebatte in Cordoba hatten die Jesuiten fest im Griff, damit ja auch nix falsches gelehrt wird in der Neuen Welt. Mittlerweile machen 120.000 Studenten Cordoba „unsicher“

      
    Die jungen Genossen beim Demonstrieren.  

    Wenn man diese Gasse, die Mitten im Zentrum liegt, sieht, denk man an nichts Böses…Der Wasserwerfer steht nur zufällig da, wegen der Demo oben.

      
    Aber wenn man durch diese Tür zwischen 1975-1980 gekommen ist, war man in mitten im Terrorsystem der Militärregierung. Hier hat sich die D2, eine Geheimdienstabteilung eingerichtet, um politische Gegner zu verhören und zu foltern und meist dann „verschwinden“ zu lassen. 600 Personen, die hier waren sind nie mehr wieder aufgetaucht.

     
    Oben sieht man die Kathedrale, einen Steinwurf entfernt, da sind sie dann brav gesessen und haben gebetet, die christlichen Täter. Die politischen Gefangenen haben, nachdem sie registriert wurden, hier aufs Foltern gewartet, mit den Augen verbunden.

      Der Zellentrakt, wo gefoltert wurde, um Geständnisse zu erpressen.

      Die Wohnblöcke ganz nah, die Schreie waren zu hören, aber keiner traute sich was zu machen. Zu groß,die Macht von Militär und Geheimdienst. Natürlich mit „zusätzlichen Gesetzen zur Terrobekämpfung“ ausgestattet. Von der FIFA hat das natürlich auch keiner mitbekommen…

      Aber daß man nach 35 Jahre schon so weit ist, um diese Vergangenheit aufzuarbeiten, ist schon ein Wunder. Das wahre Wunder von Cordoba. Gewidmet Alberto Losada, 22jähriger Gewerkschafter und Basketballer. Sein Skelett wurde 2006 in einem Friedhof gefunden.Auch er war hier….
      

  • Heute geht’s zum letzten Mal von Salta eine Tour, auf das Dach, sprich über 4.000m. Cocablätter sind eingesteckt und werden brav gekaut. Wir folgen den Spuren des „Zugs in die Wolken“

      
    Der Train a las Nubes wurde in den 20er Jahren gebaut, Amerikaner hatten Erfahrung mit „Hell in Wheels“, so bauten sie die Eisenbahn die Salta mit Chile verbindet und auf über 4.000m fährt.

      
    Immer wieder sieht man die Tunnels und Viadukte, bis heuer war auch ein Touristenzug unterwegs.

      
    Durch „Colorado“ geht’s immer weiter bergauf.

      
    Er mag zwar als gefährlichster Zug gegolten haben, aber dafür bekam man als Fahrgast einiges geboten.

      
    Ob sich der Kaktus heuer als Einrichtungsgegenstand durchsetzen wird, ist noch nicht entschieden.

      
    Die Kantine als Labestelle hat geöffnet…

      
    …schon lassen sich die ersten Durstigen nieder, die stärken  sich noch, weil es geht ziemlich steil weiter.

      
    Zunächst geht es vorbei an einem erloschen Vesuv, der an die 6.000m, reicht.

      
    Für das erste Mal in meinem Leben geht’s über 4.000 Meter, aber die Höhe wird am Nachmittag noch einmal übertroffen.

      
    Der Blick auf die andere Seite des Passes: leicht mit Schnee bedeckt, die nächste 6.000er Gruppe. 

      
    Aschenreste des Vulkans bedecken immer noch dieNachbarschaft, keine bis jetzt abgestaubt  

     Ein ziemlich unwirtliches Hochplateu mit ausgetrockneten Fluss, auf 3.900m. 

      Aber gut 7.000 Indios meinten, hier ist es toll, wir lassen uns nieder. Wenn ein Leser Lust hat, herzuziehen, ich geb gerne Kontakte weiter., Häuschen stehen frei.

     Während die Herren in der Mine schuften, checken  die Damen seit Generationen das Tourismusgeschäft, die Waren kommen angeblich geschmuggelt aus Bolivien.

      
     Die Ruhe vor dem Sturm.

      
      Weiter geht’s durch die Vorstadt dieser einladenden Stadt, San Antonio des los Cobres.

      
    Die nächsten 2 Stunden verlaufen eher menschenleer und von der Gegend langweilig. Nur die Lamas sorgen für Abwechslung.

      
    Bei dem Bild hab ich mich gefragt , ob dies wirklich war oder die Farben durch die Höhenlage und den Cocablättern entstand. 

      Die wilden Verwandten und Nachbarn der Lamas,  die Guanakos, 

      
    Um genügend Anlauf für den letzten Gipfel zu haben, fahren wir leicht bergab zum Salzsee.

      
    Jetzt gilt es noch einmal über 1.000m Höhenmeter in paar Kilometer zu überwinden…… 

     
    Und dann ist die Rekordhöhe erreicht, und da arbeiten Menschen! Mir ist es in etwa so gegangen, wie wenn ich beim Rauffahren 1 Flasche Jack Daniels getrunken hätte, hab gerade noch die Kamera halten können.

      
    Ein Blick vom Dach der Tour, unter die Wolken zurück, da ist unser zu Hause.

      
    Und in den nächsten 25km werden 2.000 Höhnemter nach unten erledigt. Und das Kopfweh vom Hang-over verschwindet auch zur Halbzeit……

      

  • Karg ist sie die Heimat der Inkas und ihrer Nachfahren im nördlichsten Nordwesten, fast schon in Bolivien  und auf 3.000m Seehöhe, aber doch zeigt sie auch ihre schönen Seiten wie hier am Hügel der 7 Farbe .

      
    Um gleich gar nicht die Höhenkrankheit aufkommen zu lassen, deckt man sich mit Cocablättern ein, die gekaut werden.Der Besitz ist legal, der Import ist verboten, also wirds von Bolivien geschmuggelt, aber verkauft, das Viertel Kilo um 8 Euro 

      
    Erste Station Purmamarca. Wie für Gebirgsvölker üblich, die sehr katholisch sind, wird dann doch der Sonntag fürs Geschäft hergenommen.

      
    Unter dem UNESCO Weltkulturerbe wird versucht die Grundausstattung für eine Inka Ethno Panflötengruppe für den nächsten Christkindlmarkt zu verscherbeln.

      
    Nächste Station: die Palette des Malers. Die kleinen Häuschen sind der Friedhof.

      
    Wir schrauben uns weiter den Canyon, der seit über 10.000 Jahren bewohnt wird, hoch. Hoffentlich war niemand in der Nähe als der Metorit einschlug. Ziemliches Loch hinterlassen…

      „Der Rock des Inkamädels“, von den Inkamännern kultarig verehrter Felsen.

      Liegt auch daran, daß in der Nachbarschaft am Hügel eine Festung der Inkas stand.

      

    Mit Blick ins Tal. Zum Überprüfen, ob die Maut bezahlt wurde am Inkahighway. 

       Auch Entwicklungen im Nachbartal blieben nicht verborgen. Da die Festung schon fast auf 3.000m steht, ist die Gebirgskette so zwischen 4.500-5.000m, also schon höher als die Ostalpen an sich.

      
    Das Zeil des heutigen Ausfluges ist erreicht.

      
    Die Hauptstadt des Canyons. 50.000 Einwohner, davon arbeiten wahrscheinlich fast 50.000 als Stricker diverser Inka Kleidungsstücke, der Rest verkauft. Die Kirche als Zentrum von Glauben und Kommerz. Schön wie 2.000 Jahre Kirchengeschichte sich so indem Bild darstellt.

     

    Gegenüber das Rathaus, prächtiger Bau.

      Und immer eifrig am Arbeiten: die Hutfrauen.

      
    In direkter Konkurrenz zu den Kunstschmuck Frauen, die aber ziemlich hartnäckig sind.

      
    Die Stadt hat aber auch ihre stillen Seiten. 

     
    Die Adobebauten reihen sich aneinander und sind auch erdbebensicher . Heute soll es schon 2 gegeben haben.

      
    Aber nicht nur idyllisch kann diese Stadt sein, auch war sie Schauplatz im erfolgreichen Unabhängigkeits Krieg gegen Spanien

      
    Trotz der vielen Touristen genießen die Einheimischen ihren Sonntag und wir auch.